Das Stempelgesetz

Hättest Du's gewußt?


Um jederzeit nachprüfen zu können, in welchem Feingehalt Schmuck und Gerät aus Edelmetallen hergestellt worden ist, gibt es in vielen Ländern entsprechende Vorschriften. In Deutschland wurde erst mit dem Stempelgesetz (Gesetz über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren), das 1884 in Kraft trat, der Umgang mit Edelmetallen einheitlich geregelt. Jedoch besteht in Deutschland, anders als in den meisten Ländern, keine Pflicht, aus edelmetallhaltigen Legierungen hergestellte Schmuckwaren und Gerät entsprechend zu kennzeichnen. Wird jedoch freiwillig gestempelt, gilt oben genanntes Gesetz.
In diesem Gesetz wurde unter anderem festgelegt, dass der Feingehalt der Gold- und Silberlegierungen generell in Tausendteilen anzugeben ist und, dass die bis dahin üblichen Bezeichnungen Karat und Lot nicht mehr zulässig sind.