Jade - Stein des Friedens

Hättest Du's gewußt?

Jade ist eine Sammelbezeichnung für die beiden in Aussehen und Eigenschaften ähnlichen Mineralien Jadeit und Nephrit.
goldene Ohrstecker Jadebutterfly
Bekannte Fundorte der Jade existieren in China, Myanmar, Kanada, Schlesien, Mexiko und Ägypten.

Der Jadeit kommt in den Farben grün, weiß, rötlich, gelb, braun und violett vor. Er zählt zur Augit-Gruppe und ist infolge faserig-filziger Ausbildung sehr zäh und widerstandsfähig. Am begehrtesten unter den vielen Farben ist die sogenannte Imperial- oder Kaiserjade, ein durch natürliches Chrom grün gefärbter Jadeit aus Myanmar.
Der Nephrit mit seinen möglichen Farbvorkommen grün, weiß, grau, gelblich, rötlich und auch braun ist sogar noch zäher als der Jadeit. Auch hier ist die grüne Varietät im Handel am begehrtesten, allerdings ist das Vorkommen beim Nephrit weit häufiger als beim Jadeit.

Der Name Jade geht auf die Zeit der spanischen Eroberung Mittel- und Südamerikas zurück und bedeutet piedra de ijada, d.h. Lendenstein. Diesen Namen erhielt sie wohl deshalb, weil man sie als Schutz- und Heilmittel bei Nierenleiden betrachtete.
In prähistorischer Zeit war Jade in allen Teilen der Welt wegen ihrer außerordentlich großen Zähigkeit begehrter Grundstoff für Waffen und Gerät.
Vor über 2000 Jahren wurde Jade in China zu mystischen Figuren und anderen Symbolen verarbeitet. Sie repräsentierte die chinesischen Haupttugenden Weisheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Bescheidenheit und Mut und teilweise galt ihr Wert höher als der von Gold.
Noch heute gilt sie als Stein des Friedens und verheißt ihrem Träger innere Harmonie.


Quellennachweis: BLV Bestimmungsbuch Edelsteine und Schmucksteine von Walter Schuhmann ISBN 3-405-12488-3 und Südwest Kompakt Heilsteine von Julia Labacher ISBN 3-517-07578-7