Home - sweet home.

Soooo schööööön. Ich bin wieder zu Hause. Und nochmal, weil es gar so schön ist:
zu Hause.


Das mag für manch einen lapidar klinge, für mich jedoch ist es ein wichtiger und mich sehr glücklich machender Unterschied. Bis zu dieser Mandel-OP hatte ich das Glück, und ja inzwischen spreche ich wirklich von Glück, noch nie zu einem Aufenthalt im Krankenhaus gezwungen worden zu sein. Und nach diesem ersten Aufenthalt stelle ich hiermit offiziell fest: Ich mag keine Krankenhäuser.

Anscheinend gehöre ich ganz klar zu diesem zartbesaiteten Menschenschlag, der zum Gesundwerden mehr braucht als Bett, Essen und Medikamente. Ich brauche zur erfolgreichen Genesung ab und an ein liebes Wort, eine Hand die mir zwischendurch beruhigend über den Kopf streichelt und eine Person die mich mit Namen kennt. Ich bin Verena und nicht die Mandeln oder Zimmer 234. Gegen Schmerzen helfen bei mir nicht nur die passenden Medikamente, sondern auch die richtigen Worte. Nicht, dass mich jemand falsch versteht, ich will hier keine Krankenschwester oder keinen Arzt beschuldigen einen schlechten Job gemacht zu haben. Das haben sie wirklich nicht. Ganz im Gegenteil sogar. Sie waren auch im größten Stress alle nett, freundlich und, soweit ich das als Laie beurteilen kann, sehr kompetent. Und doch hat mir zum Gesundwerden das entscheidende Fünckchen Zwischenmenschlichkeit so sehr gefehlt.

Darum ist es jetzt umso schöner wieder zu Hause zu sein. Der Herr Fischer weiß wie ich heiße, meistens jedenfalls. Das ein oder andere liebe Wort kommt ihm netterdings auch über die Lippen. Und die beiden plüschigen Herren Elvis und Zoppo sorgen ausdauernd und konsequent für die von mir so dringend benötigten Streicheleinheiten. Ich bin mir ja nicht sicher ob der Herr Fischer in der letzten Woche beim Futter besonders geizig war oder ob Katzen tatsächlich über eine Art siebten Sinn verfügen. Jedenfalls klebt Elvis, sehr zu meinem (und seinem hoffentlich auch) Vergnügen, seit ich wieder zu Hause bin, Briefmarkengleich an mir. Und dank dieser zwar manchmal etwas haarigen, aber doch sehr liebevollen Pflege wird auch die zartbesaitete Verena fast ganz von allein wieder gesund :) Vielleicht sollte ich dem Krankenhaus vorschlagen ihren Angebotskatalog um die plüschige Zusatzleistung "rent a cat" zu erweitern? Oder ich versuche einfach in Zukunft den Aufenthalt in Krankenhäusern weiträumig zu umgehen? Ich denke ich entscheide mich für Option Nummer zwei. Ist eh gesünder.