Montag, 28. Februar 2011

Home - sweet home.

Soooo schööööön. Ich bin wieder zu Hause. Und nochmal, weil es gar so schön ist:
zu Hause.


Das mag für manch einen lapidar klinge, für mich jedoch ist es ein wichtiger und mich sehr glücklich machender Unterschied. Bis zu dieser Mandel-OP hatte ich das Glück, und ja inzwischen spreche ich wirklich von Glück, noch nie zu einem Aufenthalt im Krankenhaus gezwungen worden zu sein. Und nach diesem ersten Aufenthalt stelle ich hiermit offiziell fest: Ich mag keine Krankenhäuser.

Anscheinend gehöre ich ganz klar zu diesem zartbesaiteten Menschenschlag, der zum Gesundwerden mehr braucht als Bett, Essen und Medikamente. Ich brauche zur erfolgreichen Genesung ab und an ein liebes Wort, eine Hand die mir zwischendurch beruhigend über den Kopf streichelt und eine Person die mich mit Namen kennt. Ich bin Verena und nicht die Mandeln oder Zimmer 234. Gegen Schmerzen helfen bei mir nicht nur die passenden Medikamente, sondern auch die richtigen Worte. Nicht, dass mich jemand falsch versteht, ich will hier keine Krankenschwester oder keinen Arzt beschuldigen einen schlechten Job gemacht zu haben. Das haben sie wirklich nicht. Ganz im Gegenteil sogar. Sie waren auch im größten Stress alle nett, freundlich und, soweit ich das als Laie beurteilen kann, sehr kompetent. Und doch hat mir zum Gesundwerden das entscheidende Fünckchen Zwischenmenschlichkeit so sehr gefehlt.

Darum ist es jetzt umso schöner wieder zu Hause zu sein. Der Herr Fischer weiß wie ich heiße, meistens jedenfalls. Das ein oder andere liebe Wort kommt ihm netterdings auch über die Lippen. Und die beiden plüschigen Herren Elvis und Zoppo sorgen ausdauernd und konsequent für die von mir so dringend benötigten Streicheleinheiten. Ich bin mir ja nicht sicher ob der Herr Fischer in der letzten Woche beim Futter besonders geizig war oder ob Katzen tatsächlich über eine Art siebten Sinn verfügen. Jedenfalls klebt Elvis, sehr zu meinem (und seinem hoffentlich auch) Vergnügen, seit ich wieder zu Hause bin, Briefmarkengleich an mir. Und dank dieser zwar manchmal etwas haarigen, aber doch sehr liebevollen Pflege wird auch die zartbesaitete Verena fast ganz von allein wieder gesund :) Vielleicht sollte ich dem Krankenhaus vorschlagen ihren Angebotskatalog um die plüschige Zusatzleistung "rent a cat" zu erweitern? Oder ich versuche einfach in Zukunft den Aufenthalt in Krankenhäusern weiträumig zu umgehen? Ich denke ich entscheide mich für Option Nummer zwei. Ist eh gesünder.

Kommentare:

  1. das ist aber eine große und dicke briefmarke.
    da muss man doch einen portozuschlag für die briefmarke zahlen, oder?!

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  2. Hey, liebe Schwester,

    zwar würde ich als Bruder dir nicht unbedingt mit der Liebe des guten Herrn Fischers den Kopf streicheln (geschwisterlich aber gerne!), aber deinen Namen kenne ich doch noch allemal und die lieben Worte will ich dir hiermit nun auch darbieten :)
    Wir hoffen hier zu Hause, dass du schnell genest, die viele Arbeit gerade ruhen lassen kannst und einfach nur etwas ruhige, angenehme Zeit genießt.

    Patricia schickte mir gerade hier diesen neuesten Eintrag und wir kommen nicht drumherum, die liebe Katze zu bereden. Wenn wir zusammenziehen, ist das erste, das ins Haus kommt, eine kleine, liebe Katze. Streichle die Katze so feste du kannst und freu dich, ihre Anwesenheit genießen zu können! Zu Hause in Neuwied haben wir leider immer noch nicht das Glück, somit muss Grüntjens' Katze herhalten, die dann regelmäßig nach allen Regeln der Kunst totgeknuddelt wird ;)

    Ich sollte jetzt so langsam ins Bett, da ich in ein paar Stunden bereits eine mündliche Prüfung habe, die mich als Prokrastinateur par excellence natürlich bis jetzt noch wachhält. Hach ja, Uni :)

    Alles Liebe und gute Nacht,
    Marco & Patricia

    PS: Deine Einstellung zur besseren Genesung daheim teile ich voll und ganz. Nach meiner OP wollte ich auch so schnell wie möglich heim und einfach nur so gut wie möglich mich von den Schmerzen ablenken. Im Krankenhaus langweilt man sich einfach zu Tode!

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  3. Was Deine Leser sicher interessiert: bist Du eigentlich so klein, oder ist der Kater so groß?

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  4. Oh mein Bruderherz liest mit, das ist ja nett. Vielen Dank für die lieben Worte. Dank Intensivbetreuung durch Kater Elvis und 36 Stunden Schlaf am Stück bin ich jetzt auch schon fast wieder ganz gesund. Wirklich erstaunlich wie schmerzhaft eine Mandel-OP sein kann. Dann drück ich Dir mal ganz fest die Daumen für Deine Prüfung und google mal schnell das Wort Prokrastinateur :) Die große Schwester will ja nicht dumm sterben.

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Lieber Leser,
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Viele Grüße,
VB