Ein Gastbeitrag vom Fischer: Wien – mon Amour

Wie mancher hier schon weiß, waren wir Ende letzten Jahres anlässlich der Hochzeit einer lieben Freundin für ein paar Tage in Wien. Diese Tage haben wir genutzt, um Wien so zu erkunden, wie man es erkunden sollte – zu Fuß. Mittendrin.

Da Frau Brack es sich vorbehalten hat, euch die glitzernden Prachtseiten Wiens zu zeigen und so ihre innere Prinzessin aus zu leben, bleiben mir die Themen „Seltsames, skurriles und Gastronomie“. Glücklicherweise handelt es sich dabei um drei Steckenpferde meinerseits.

Wo fangen wir an?

Natürlich mit der Frau Brack.

In diesem Bild gibt sie einen komplementären Farbklecks vor pompöser Kulisse:
Und in diesem demonstriert sie uns die drei Stufen des Kampfes mit dem Wind.
Schimpfen | Schütteln | Sich dem Schicksal ergeben




















„Ich dachte, hier soll es um Wien gehen?!“ grummelt der Herr mit der großen Nase. Und wenn Herren mit großer Nase grummeln, dann heißt es vorsichtig sein!




















Also, Wien – wo fangen wir an, zweiter Versuch.

Wir fangen an mit einem Bild voller Optimismus:
„Trotz Umbau ungestörter Betrieb“ - Der Herr Valentino von der Pizzeria Valentino möchte man sein. Wie viel einfacher wäre das Leben mit soviel Zuversicht.




















Dies ist allerdings eine Einstellung, die nicht jeder teilt, teilen kann: Love Hard – Die Alone













Vielleicht hätte er etwas weniger hart lieben sollen, vielleicht hat er sie, die Liebe, mit seiner Härte erst verschreckt?

Apropos Liebe: Die Begleiterin der Liebe ist die Hoffnung, und ich nenne dieses Bild „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.




















Ein weiterer Begleiter der Liebe ist der Sex. Und man möchte doch gerne wissen, was hier wohl vorgefallen ist – welch aufwallende Gefühle es waren, die den ehemaligen Träger dieser Kleidungsstücke dazu brachten, diese ebenso spontan wie entschlossen von sich zu werfen? War es die Hoffnung, wenn er nur den ersten Schritt entschieden genug ginge, würde sich für den zweiten schon jemand finden?




















Sollte sich diese Hoffnung jedoch nicht so recht erfüllen, so hält Wien in seiner Vielfalt auch für diesen enttäuschten Herren reichhaltiges Subliminationsspielzeug bereit:




















Und wenn es ganz arg wird hält Heinzi stets ein ebenso offenes wie verständnisvolles Ohr für seine Freunde bereit. Darauf ein kühles Wieselburger auf der großzügig begrünten Außenterrasse:




















Aber sowieso – die Gastronomie! Einfach leiwand. Manchmal auch nur einfach. Aber immer Esskultur vom feinsten, Exotik an jeder Ecke, gastronomical adventures partout et toujours und from tout le monde:
















Man beachte die weltstädtischen Öffnungszeiten.

Hier gibt es eigentlich nichts zu verbessern, nur das eine oder andere „ü“ fehlt mir. Schnützel?
Ansonsten ein feines Beispiel gelungener Integration. Ein lautes „Pehpeh!“ möchte man da zurufen.




















Zuletzt der König unter den Gastronomen, ein Mann, der sich nicht scheut, Schnitzel, Kebap und Hot-Dogs feilzubieten. Nicht „oder“ - „und“!




















Wem nach all diesen Köstlichkeiten etwas schwer um die Seele ist, der bekommt Hilfe bei den Energethikern Wien. Die gelben Strahlen symbolisieren die sich verflüchtigenden Kalorien.




















Dieses mutige Wapperl hängt übrigens hier diekt nebenan – am Ufer des Flusses (ähem) Wien. Was dem Wiener Metzger sein „Herr Schlächterei-Rat“, das ist der schmalen Pfütze ihr „Fluss“.




















Doch er kann auch anders, der Wiener: Fleisch ist ihm nicht wurst und so wird hier nicht gekleckert, sondern geklotzt! Missverständnisse werden in diesem Haus ebenso wenig geduldet wie Vegetarier.

















Darauf ein Krügerl Brühe.

Am besten lässt sich dieses an solch einem entzückenden Ort wie hier einnehmen, wo Aroma sicher nicht klein geschrieben wird, ausser im Schaufenster.




















Apropos Schaufenster. Da gibt es welche mit Kunst:




















Welche mit „Kunst“:




















Und welche mit Gittern. Wobei dieses streng genommen zum Bereich Gastronomie gehört




















hier kann man sich immerhin ein Essbesteck anfertigen lassen, so man denn seines vergessen hat.




















Themenwechsel: Der Bärenmühldurchgang hat auch schon einmal bessere Tage gesehen. Der Josef Bucher weiß, wie man das ändern könnte: „Steuern runter!“ schreibt er in Großbuchstaben und mit stechendem Blick. Erfreulicherweise hat sich die pfiffige Wiener Stadtverwaltung sogleich daran gemacht, ihm schwarz auf weiß auf blau mit zu teilen, dass dieses Denken eine Einbahnstraße ist.




















„Bedienungstankstelle“ - Ein neues Juwel in meinem Wortschatz. Danke Österreich!




















„Die Hoffnung stirbt zuletzt II“
Eine Komposition in Grau, Grau, Grau und Grün.




















Und zu guter Letzt sollen hier dann auch die Einheimischen noch mal zu Wort kommen dürfen:












„Kommd oana mit auf aan Schnützel?“
„A geh, naa. Wie woars mid am Wieselburger?“
„Hoit's die Goschn im Pool, i du relaxn.“